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Geschichte des Qorāns, éd. 1909 (Theodor NOLDEKE)

NÖLDEKE (Theodor), Geschichte des Qorāns, Über den Ursprung des Qorâns, Tome I, Leipzig, Dieterich’sche Verlagsbuchhandlung, 1909, 262 p.

L’auteur

Theodor Nöldeke est l’un des orientalistes allemands les plus connus. Son oeuvre reste encore aujourd’hui une référence incontournable dans les études coraniques contemporaines. Il naît à Hambourg et étudie les langues sémitiques aux universités de Göttingen, Vienne, Leiden, et Berlin. Un essai, "Histoire du Coran", lui vaut en 1859 le prix de l’Académie des inscriptions et belles-lettres en France. Il en publie l’année suivante une version augmentée en allemand. Il est nommé professeur à Kiel en 1864, puis en 1872 à Strasbourg, où il reste jusqu’à la fin de sa carrière en 1906.

Schwally, Friedrich Zacharias est célèbre pour avoir contribuer aux travaux de Noldeke dans l’élaboration d’une histoire critique du Coran. Il fit des études en théologie et philosophie. En 1900, il est Professeur de langues sémitiques à Strasbourg.

Préface

Vorrede des Verfassers der ersten Auflage
zur zweiten Auflage.

Im Jahre 1898 überraschte mich der Herr Verleger mit
der Anfrage, ob ich eine zweite Auflage meines Buches
„Geschichte des Qoräns" herstellen wolle, oder aber, falls ich
dazu nicht geneigt sei, einen Gelehrten nennen könne, dem
man die Neubearbeitung des Buches anvertrauen dürfe. Da
ich aus verschiedenen Gründen nicht daran denken konnte,
dem Werk eine solche Gestalt zu geben, die mich selbst
einigermaßen befriedigen würde, schlug ich nach kurzem Be-
denken meinen alten Schüler und Freund, Professor Schwally,
für die Arbeit vor, und dieser erklärte sich auch dazu bereit.
Er hat dann das Buch, das ich vor einem halben Jahrhundert
rasch vollendet hatte, so weit möglich, den heutigen An-
forderungen angepaßt. Ich sage „so weit möglich", denn die
Spuren der jugendlichen Keckheit ließen sich nicht ganz ver-
wischen, wenn nicht ein ganz anderes Werk entstehen sollte.
Gar manches, was ich damals mit mehr oder weniger großer
Sicherheit hingestellt hatte, ist mir später recht unsicher geworden.

Ich hatte in mein Handexemplar gelegentlich ohne
Konsequenz einzelne Notizen geschrieben, die Schwally be-
nutzen konnte. Von dem, was jetzt gedruckt vorliegt, habe
ich eine Korrektur gelesen ; dabei habe ich allerlei Rand-
bemerkungen gemacht und es ihm überlassen, sie zu berücksichtigen oder nicht. Aber ich habe dabei nicht alles Einzelne
nachgeprüft und nicht etwa solche Untersuchungen angestellt,
als ob es sich um eine von mir selbst vorgenommene vollständige
Durcharbeitung handelte. So hat die zweite Auflage zwar
den Vorzug, Kesultate zweier Forscher zu geben, aber auch
die Schwäche, daß die Verantwortung für sie eine geteilte ist.
Ob es mir möglich sein wird, vom zweiten Teil auch
nur eine Korrektur zu lesen, steht dahin, da mir die zu-
nehmende Schwäche meiner Augen alles Lesen immer müh-
samer macht.

Herrenalb (Württemberg) im August 1909.

Th. Nöldeke.


Vorrede des Bearbeiters.

Als ich mit dem ehrenvollen Auftrage betraut wurde,
von Th. Nöldeke’s Geschichte des Qoräns eine zweite Auflage
vorzubereiten, war es mir keinen Augenblick zweifelhaft, daß
diesem, in der wissenschaftlichen Welt als Standard work an-
gesehenen, Buche gegenüber die Neubearbeitung mit größter
Behutsamkeit vorgehen müsse. Obwohl es weit leichter ge-
wesen wäre, unter Benutzung der ersten Auflage ein ganz
neues Buch zu schreiben, hielt ich mich dazu nicht für befugt,
sondern war vielmehr bestrebt, den Text durch möglichst
geringe Eingriffe mit dem gegenwärtigen Stand der Forschung
in Einklang zu bringen. Nur wo mit solchen Mitteln nicht
zu helfen war, entschloß ich mich zu radikalen Umgestaltungen
oder zu größeren Zusätzen. Trotz dieses konservativen
Verfahrens ist allein der Umfang des vorliegenden ersten Teiles
um 5 Bogen gewachsen. Die Abweichungen der neuen Auf-
lage von der ersten äußerlich kenntlich zu machen, erwies
sich bei der eben dargelegten Bearbeitungsweise als unmöglich.
Die Auseinandersetzungen mit Muir, Sprenger und Weil
habe ich fast alle stehen gelassen. Wenn auch der Standpunkt
dieser Gelehrten jetzt vielfach überholt ist, so sind doch ihre
Forschungen von epochemachender Bedeutung. Aus den letzten
4 Jahrzehnten gibt es über die Entstehung des Qoräns ver-
hältnismäßig wenig Arbeiten, und noch viel geringer ist die
Zahl der wertvollen Publikationen. Sollte von diesen etwas
Wesentliches übergangen sein, so ist es ohne Absicht geschehen.
Die arabischen Traditionswerke sind im allgemeinen nach
Büchern, Kapiteln und (oder) Paragraphen zitiert. Wenn
die Abschnitte allzu umfangreich waren, mußte Band- und
Seitenzahl einer bestimmten Ausgabe beigefügt werden. Es
ist schade, daß sich in der Hadit-Literatur nicht eine feste
Paginierung wie im Talmud eingebürgert hat.

Für zahlreiche Ratschläge und Berichtigungen bin ich
außer dem Verfasser der ersten Auflage, meinem teuren Lehrer
Th. Nöldeke, zu besonderem Danke verbunden den beiden
Gelehrten, welchen dieses Buch gewidmet werden durfte, meinen
hochverehrten Freunden Prof. Dr. I. Goldziher in Budapest
und Regierungsrat Prof. Dr. C. Snouck Hurgronje in Leiden.
Erst nachdem mein Manuskript vollendet war, haben mir,
auf meine Bitte, Th. Nöldeke und I. Goldziher ihre Hand-
exemplare einige Tage zur Verfügung gestellt.

Die Königlich Preußische Akademie der Wissenschaften
und das Großherzoglich Hessische Staatsministerium haben
mir die Mittel bewilligt, um in Kairo, dieser Hochburg
muhammedanischer Gelehrsamkeit , qoränwissenschaftliche
Studien zu betreiben, wofür ich auch hier meinen ehrer-
bietigsten Dank ausspreche.

Die Bearbeitung hat sich sehr lange hingezogen, weil
ich, unter der Last anderer literarischer Aufgaben und einer
vielseitigen Lehrtätigkeit, mich der Qoränforschung nur mit
großen Unterbrechungen widmen konnte. Die Drucklegung,
welche im Frühjahr 1008 begonnen hatte, mußte ich wegen
einer unaufschiebbaren Studienreise nach der Türkei ein
halbes Jahr lang einstellen.

Der zweite Teil, einschließlich der literarischen Einleitung,
soll im nächsten Jahre erscheinen. Die Vorarbeiten zum
dritten Teil sind an einem wichtigen Punkte ins Stocken
geraten, da es mir noch nicht möglich war, die in den
Bibliotheken von Paris, London und Petersburg aufbewahrten
alten Qoränhandschriften zu untersuchen. Bei meinem vor-
jährigen Aufenthalt in Konstantinopel wurde mir von solchen
I iodices Leider nichts zugänglich. Doch habe ich die begründete
Hoffnung, auch diese, seither allzu ängstlich gehüteten, Schütze
bald zu < iesicht zu bekommen.

Giessen 27. August 1909.

Fr. Schwally.

Table des matières (sans l’index des sourates)

Erster Teil.

Über den Ursprung des Qoräns.

1. Über Muharnmeds Prophetie und Offenbarungen.
A. Muhammed als Prophet. Die Quellen seiner Lehre.

Begriff der Prophetie. Art der prophetischen Begabung Muharnmeds.
judische und christliche Einflüsse. Schriftliche und mündliche Quellen.
Die Verbreitung der Lese- und Schreibekunst im alten Arabien. Ver-
hältnis Muharnmeds zu Zaid b. ’Arar und Umayya b. abl Salt.
Heidnischer Einschlag im Islam. Das persönliche Element von Mu-
harnmeds Religionsstiftung S. 1 20

B. Über die Offenbarungen Muharnmeds.

Verschiedene Arten derselben. Psychogene Erregungszustände. Der an-
gebliche Mentor des Propheten. Dahya. Länge der Offenbarungen.
Namen derselben. Stil. Reim. Refrain. Wortspiele. Strophenbau.
Schriftliche Aufzeichnung der Qoränstücke. Zusätze und andere Ver-
änderungen, die von Muhammed selbst ausgehen. Die sieben Abruf
(Lesarten). Aufhebung von Offenbarungen. Die Originalität des
Qoräns und sein Verhältnis zu den Offenbarungen des Propheten
Maslama . S. 20—57

2. Über den Ursprung der einzelnen Teile des Qoräns.

Hülfsmittel zur chronologischen Bestimmung der Suren. Überlieferte
chronologische Listen derselben S. 58 — 65

A. Die einzelnen Teile unseres jetzigen Qoräns.

a) Die mekkanischen Suren.
Allgemeine Zeitbestimmung derselben. Ihr Inhalt und Charakter. Ein-
teilung dieser Suren nachW. Muir, H. Grimme und H. Hirschfeld S. 66—74

Die Suren der ersten Periode.

Allgemeines. Schwurformeln am Anfang vieler Suren Betrachtung von

Sur 96 74. 111. 106. 108. 104. 107. 102 105. 92. 90. 94. 93. 97. 86. 91.

80. 68. 87. 95. 103. 85. 73. 101. 99. 82. 81. 53. 84. 100. 79. 77. 78. 88.

89. 75. 83. 69. 51. 52. 56. 70. 55. 112. 109. 113. 114. 1 . S. 74-117

Die Suren der zweiten Periode.

Allgemeines. Der Gottesname Rahmän. Betrachtung von Sur. 54. 37.

71. 76. 44. 50. 20. 26. 15. 19. 38.’ 36. 43. 72. 67. 23. 21. 25. 17. 27. 18

Die Suren der dritten Periode.

Allgemeines. Betrachtung von Sur. 32. 41. 45. 16. 30. 11. 14. 12. 40. 28.

39. 29. 31. 42. 10. 34. 35. 7. 46. 6. 13 S. 143-164

b) Die medlnischen Suren.

Allgemeines. Politische und religiöse Zustände in Yatrib vor der Higra.
Die heidnische Bevölkerung und die jüdischen Stämme. Beispielloser
Erfolg der islamischen Propaganda in dieser Stadt. Die „Wankel-
mütigen" (Munäfiqün). Inhalt und Stil der raedinischen Suren. Be-
trachtung von Sur. 2. 98. 64. 62. 8.47. 3. 61. 57. 4. 65. 59. 33. 63. 24.
58. 22. 48. 66. 60. 110. 49. 9. 5 S. 164—234

B. Die im Qorän nicht erhaltenen Offenbarungen Muhammeds.

Texte, Übersetzungen und Varianten. Unterscheidungsmerkmale zwischen
qoränischen und außerqoränischen Offenbarungen . . . S. 234—261

Voir en ligne : lire l’ouvrage dans son intégralité (éd. 1909)

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