Aller au contenu Aller au menu Aller à la recherche

Logo du site

Accueil > BIBLIOTHEQUE > Approche historico-critique > Ouvrages en allemand > Was hat Mohammed aus dem Judenthume aufgenommen (Abraham GEIGER)

Was hat Mohammed aus dem Judenthume aufgenommen (Abraham GEIGER)

GEIGER (Abraham), Was hat Mohammed aus dem Judenthume aufgenommen ? Eine von der Königl. Preussischen Rheinuniversität gekrönte Preisschrift, Bonn, F. Baaden, 1833, V-215 p.

L’auteur

Abraham Geiger (24 mai 1810 à Francfort-sur-le-Main - 23 octobre 1874 à Berlin) est un rabbin et théologien allemand. Rabbin à Wiesbaden, il reçoit en 1833 son doctorat de l’université de Bonn. Partisan d’un mouvement de réforme du judaïsme, il en rejette les éléments nationalistes et cherche à souligner la mission des Juifs à diffuser le monothéisme et la loi morale. Il raccourcit le livre de prière, permet la musique instrumentale dans la synagogue, supprime les deuxièmes jours de repos et préconise la prière dans la langue vernaculaire. Cependant, il s’oppose à l’observance du shabbat le dimanche et refuse d’officier devant une assemblée de fidèles en rupture avec la communauté juive établie. En 1870, il devient grand rabbin de la communauté de Berlin et directeur du nouveau séminaire créé pour l’étude scientifique du judaïsme. Écrivain prolifique, son œuvre principale est Urschrift und übersetzungen der Bibel (Original et traduction de la Bible). Il est le père de l’historien Ludwig Geiger (1848-1919).

Préface (p. I-V)

Ich Wage, dem grössern Publikum cinc Schrift zu übergeben, die anfangs mit ziemlich geringen Mitteln unternommen ward. Als Veranlassung dazu diente die von der philos. Fakultät zu Bonn aufgestellte Frage : inqulratur in fontes Alcorani seu legis Mohammedicae cos, qui es Iudaismo derivandi sunt. Die Frage überliess den Gesichtspunkt, aus dem sie zu fassen, billig den verschiednen Bearbeitern, und der, aus dem ich sie betrachtet, diene zum richtigem Urtheile über meine Schrift. Vorausgesetzt wird, Mohammed habe aus dcmJudenthiime geschöpft, und Dies, wie sich aus der Beantwortung zeiget, auch mit vollem Hechte. Hiebei wird nun natürlich alles Dasjenige ausgeschlossen, was sich erst bei einer später n Ausbildung* des Islam festgesetzt, wovon im Korane aber noch keine Spur anzutreffen ist, da hingegen solche religiöse Meinungen oder Sagen, die im Korane angedeutet, von Später n aber erklärt und ausgeführt smd, eine Veigleichung verdienen. Zweitens kann nur dann ein Vergleich zwischen koranischen und jüdischen Aussprüchen Statt finden, mit der Hoffnung, diese als Quelle jener hinzustellen, wenn sie schon in jüdischen Schriften, die dein Mohammedanismus vorangegangen. ’ sich finden, es müsste denn die Gewissheit vorhanden sein, d- solche zwar erst .spät aufgezeichnet worden,
aber Joch schon früher, ¡n der Synagoge gelebt haben. Nun aber kann diese Gcwi.« shcit nicht leicht erlangt werden, und die historische Kritik ruuss den Zweifel daran noch um so begründeter finden, jemelir sie bei.andern Glaubenspartheien gefunden werden und ihre Aufnahme von diesen wahrscheinlich wird. Drittens endlich muss die Frage, ob eine blosse Aehnlichkeit zwischen Annahmen zweier verschiedner Glaubenspartheien auch die Entlehnung der einen aus der andern sicher stellte, denjenigen, der diese Arbeit übernimmt, sehr beschäftigen. Es giebt so viele allgemeine relig. Ansichten, so.viele, - die mehren zur Zeit der Entstehung des Mohamniedanismus bestehenden positiven Religionen gemein sind, dass man mit der Behauptungj diese Ansicht des Korans ist dem Judcnthume entnommen, sehr vorsichtig sein muss.’ Ich habe daher bei den einzelneu Abschnitten die Kennzeichen und bei einzelnen schwierigem Punkten die Gründe angegeben, nach welchen ich zur Yermuthung einer Entlehnung mich berechtigt glaubte. Aus diesen drei Gründen fielen nun viele Anführungen weg, die ich aus dernspätern Islarae und dem spätem Judcnthume hätte machen können, und ebenso gar viele Zusammenstellungen, die den Charakter einer Entlehnung nicht an sich tragen ; hingegen rnusste die ersteAbtheilung als eine Basis, auf der die Wahrscheinlichkeit einer Aufnahme aus dem Judcnthume im Ganzen beruht, hinzugefügt werden. — Nachdem ich mir so den Gegenstand näher bestimmt hatte, machte die Anordnung und vorzüglich die der violon losgerissenen Thcilc und Theilchen nicht minder Schwierigkeit. Die Entlohnungen bestehn mehr aus Einzelheiton als aus Systemen, sie sind zufällig, je nachdem, was die Berichterstatter Mohammed’s wussten, und was Mohammed gerade .nach seinen individuellen Meinungen und seinem Z/.vcckc zusagte, gewählt, und haben demnach keinen innern Zusammenhang. AYic und mit welchem Glücke ich diesem Mangel abgeholfen habe, mag der Leser aus den ! Buche selbst ersehn und beurtheilen.

Die Hülfsmittel, mit denen ich diese Arbeit unternahm, waren bloss der nackte arab. Test des Koran nach Ilinckelmann »s Ausgabe, nach welcher daher auch citirt ist, "NVahl »s Ucbersclzung und eine vertraute Bekanntsclmft mit dein Judenthume und dessen Schriften. __ Eine Abschrift aus dem Commentar des Beidhawi zum Korane über einige Stellen der zweiten und dritten Sure, die sich II. Prof. I’rkitag gemacht und mir nach seiner gewohnten Cüte zur Benutzung überliess, war das einzige ausserkoranische Hülfsmittel. Ich hatte dadurch den Л ortheil, den Blick frei zu haben und nicht gerade thoils durch die Brille arab. Commentarc die Stellen, anzuschn, theils auch die Ansichten späterer arab. Dogmatikcr und die Erzählungen ihrer Historiker im Korane finden zu wollen ; ich halte aber auch ausserdem die Freude, manche dunkle Andeutungen selbstständig aufgefunden und richtig bezogen zu haben, sowie mich später arab. Schriften, belehrten. In dieser Fassung erhielt die Arbeit den Preis, und erst, nachdem sie eingereicht war, war es mir vergönnt, mehre Ilülfsmittel sammeln und zu der deutschen Umarbeitung benutzen zu können. Hieher schüren nun vorzüglich die schätzbaren prodromi und Anmerkungen des Maracci zu seiner Ausgabe des Korans, der Commentar des Beidhawi über die zehnte Sure- in Henzii fragmenta arabica und zwei TJicilc eines , vortrefflichen handschriftlichen Commentais des Elpherar, ¿f-’-\] die mit der 7ten Sure beginnen, welche, von dem berühmten Seetzen in Kahira 1S07 gekauft, nunmehr in der Bibhothek,zu Gotha sich befinden, von woher ichsie durch die gütige Vermittlung des H. Prof. Freitag. со оauf Kosten der Universitätsbibliothek zu Bonn erhielt. Hiezu kommen noch Abulfcdae annales moslemitici,. historia anlcislamicä, die Schriften von Pococke, D’Heibelot »s bibliothèque orientale u. a. M., was man in dem Buche selbst angeführt finden wird. — Diejenigen Bemerkungen, die ich au ; Schriften zog, die mir erst während des Druckes zugekommen sind, sind als Zusätze beigegeben.

Der Nutzen eines dreifachen Registers, über die erklärten arab. und rabb. Wörter, über die augeführten Stellen des Korans, über solche-.aus andern arab. Schrifstellern (mit Ausnahme des immer benutzten Elpherar und Maraccius) braucht gewiss nicht besonders ausgeführt zu werden.

Die jüd. Schriften, die ich benutzt, bestehn fast, bloss in Bibel, Talmud und Midraschim und müssen auch nach obigor Angabe fast bloss aus ihnen bestehn. Diejenigen wenigen Stücke, die aus andern Schriften entlehnt sind, deren Alter nicht so genau bekannt ist, ’wie die Abschnitte des R. Elieser, das Buch Hajjaschar, die beiden abweichenden Rccensionen des jerus. Tnrgums über den Pentateuch, welche von dem gelehrten Zunz in seinem neusten gediegnen Werke : die gottesdienstlichen Vorträge der Juden, historisch entwickelt (Berlin 1832, A. Asher) in eine etwas jüngere Zeit als die der Abfassung des lyorans gesetzt werden, sind alle der Art, dass man gewöhnlich eine starke Andeutung in der h. S. selbst nachweisen kann, woraus im Juduuthume solche Meinungen und Sagen entstanden sein konnten und daher ihre Priorität in diesem unbedenklich angenommen werden darf.

Indem ich nun nochmals öffentlich dem IL Prof. Freitag für die rielen verschiednen gütigen Verwendungen, die er in Bezug auf diese Arbeit eintreten liess, sowie auch meinen lieben Freunden S. Fixeкsdorï und J. Derкburg für ihre Hülfe bei der Correctur meinen Dank abslalte, wünsche ich Nichts sehnlicher, als dass dieses Werkchen den Charakter unsrer Zeit, Streben nach wahrer Wissenschaftlichkeit, nicht vcrläugne, und dass gründliche Gelehrte mich durch ihr Urtheil über dessen verschiedenartige Theile belehren mögen. Wiesbaden 12 Mai 1833.

Table des matières

http://books.google.fr/books?printsec=frontcover&dq=abraham+geiger&pg=PP15&id=AAYMAAAAIAAJ&as_brr=1#v=onepage&q=&f=false

English version : https://archive.org/details/cu31924029170236

Voir en ligne : l’ouvrage intégral (éd. 1833)

Répondre à cet article

Site réalisé avec SPIP | Squelette BeeSpip