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Der Koran : Bd. 2/2 : Spätmittelmekkanische Suren. Von Mekka nach Jerusalem - Der spirituelle Weg der Gemeinde heraus aus säkularer Indifferenz und apokalyptischem Pessimismus. Handkommentar

Angelika Neuwirth & Dirk Hartwig

Der Koran : Bd. 2/2 : Spätmittelmekkanische Suren. Von Mekka nach Jerusalem (…)

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Neuwirth (Angelika) & Hartwig (Dirk), Der Koran : Bd. 2/2 : Spätmittelmekkanische Suren. Von Mekka nach Jerusalem - Der spirituelle Weg der Gemeinde heraus aus säkularer Indifferenz und apokalyptischem Pessimismus. Handkommentar, Berlin, Verlag der Weltreligionen, 2021, 956 p. ISBN 978-3-458-70057-9

Auteur(e)s

Angelika Neuwirth
Editor, Translator
Angelika Neuwirth, Professor Emeritus of Arabic Studies at the Free University of Berlin.

Dirk Hartwig
Translator
Dirk Hartwig is Research Associate of the Corpus Coranicum project of the Berlin-Brandenburg Academy of Sciences and Humanities.

Présentation

Mit den spätmittelmekkanischen Suren schaltet sich die Verkündigung in die Zeitgeschichte ein, die von der Krise der byzantinischen Niederlage gegen das sassanidische Persien im Jahr 614 erschüttert ist. Die Suren dieser Periode antworten kritisch sowohl auf eine christliche, messianisch geprägte Erlösungslehre als auch auf den jüdischen Messianismus. Zeitgenössisch ubiquitäre apokalyptische Erwartungen werden durch Verschweigen entwertet oder gar ironisch banalisiert. Als Gegenbild zum erwarteten messianischen Herrscher wird das politische Ideal des ›gerechten Herrschers‹ entwickelt – mit der durchscheinenden pragmatischen Intention, dem byzantischen Kaiser Herakleios den Spiegel vorzuhalten.

Ein immer stringenter werdender Monotheismus bildet sich in der kritischen bis satirischen Behandlung eines zeitgenössisch vieldiskutierten Wunders (Siebenschläfer) ab, das in ein Zeichen korrigiert wird. Liturgisch gewinnt nun Gottes Königtum besonderes Gewicht, wobei seine Herrschaft auch die Dämonen einbegreift, die sich nun aus ›inspirierenden Geistern‹ zu bedrohlichen Kräften entwickelt haben. Sie sind nur durch sprachliche Mittel, eigene apotropäische Formeln (Sure 114) oder Koranrezitation (Sure 72), abzuwehren.

Die spätmittelmekkanischen Suren weisen sich so als tief in der sozialen und politischen Wirklichkeit verwurzelt aus und fordern damit einen neuen methodologischen Zugang, die prioritäre Beachtung des ›Sitzes im Leben‹ der koranischen Aussagen.

Table des matières

Vorwort
Einleitung
Spätmittelmekkanische Suren
Q 1 al-isra ̄ʾ – Der Auszug

Surengruppe I
Q  al-zukhruf – Der Prunk
Q ya ̄s ̄ın–Ya ̄S ̄ın

Surengruppe II
Q  al-furqa ̄n – Die Klarheit bringende Schrift
Q  al-muʾminūn – Die Gläubigen
Q  al-na ̄s – Die Menschen
Q  al-djinn – Die Dämonen

Surengruppe III
Q  al-naml – Die Ameisen
Q  al-mulk – Die Königsherrschaft
Q  al-anbiya ̄ʾ – Die Propheten Einzelsure
Q  al-kahf – Die Höhle Abkürzungen

Literaturverzeichnis
Stellenverzeichnis
Analytisches Sachverzeichnis (der gesamten mittel-
mekkanischen Suren)
Verzeichnis der sekundären Zusätze zu den spätmittel-
mekkanischen Suren (in chronologischer Surenfolge)

Zur Transliteration
Die Suren in der überlieferten Reihenfolge
Inhaltsverzeichnis


Voir en ligne : Verlag der Weltreligionen