Présentation (Introduction, extraits p. 5)
Die Psychologie der Bibel und der „sacred books of the east^’ ist mehrfach eingehend bearbeitet worden. Ueber die Psychologie des Korans dagegen ist verhältnismäßig wenig geschrieben worden. Die vorliegende Arbeit versucht diese Lücke auszufüllen. Um jedes Mißverständnis zu verhüten, müssen wir zuerst klarstellen, was wir unter einer Psychologie des Korans zu verstehen haben. Wir verstehen darunter die Lehre von der Auffassung, die der Koran vom Wesen und von den Zu- sammenhängen der psychischen Vorgänge hat. Diese psychischen Vorgänge und ihre Zusammenhänge bilden den Gegenstand der Psychologie, diese Arbeit ist also ein Beitrag zur Ge- schichte der Psychologie. Es ist selbstverständUch, daß hin und wieder auch er- kenntnistheoretische und religiöse Fragen bei der psycholo- gischen Untersuchung herangezogen werden müssen. Ohne Berücksichtigung der erkenntnistheoretischen Fragen würde die Psychologie des Korans unvollständig sein. Wir würden z. B. nicht wissen, welche Rolle bei dem Erkennen die Empfindungen und die Vorstellungen spielen. Da unsere Erkenntnisse be- stimmte Grenzen und nur eine relative Gewißheit haben, müssen wir fragen : wie weit hängen sie von der Beschaffenheit unserer Erkenntnisorgane ab ?
Table des matières
Einleitung ; 5
I. Teil : Lehre vom Erkennen im Koran 11
§ 1. Das Wissen 11 § 2. Wie kann der Mensch zum Besitz des Wissens gelangen ? 14 § 3. Das Wissen, das der Mensch durch Gottes Hilfe erreichen kann 18 § 4. Die Offenbarung in psychologischer Beziehung . 20 § 5. Das direkte Sprechen mit Gott 26 § 6. Kriterien für diese Erkenntnisse 29 § 7. Der Glaube 38 § 8. Einige Erkenntnisse, die von Gott den Menschen mitgeteilt sind und nicht direkt die Religion be- treffen 40
A. Die Erkenntnisse Josephs inbezug auf die Traumdeutung 40 B. Moses’ Erkenntnisse bezüglich der Ursachen der Vorgänge im sozialen Leben ….. 43 C. Die Erkenntnisse bezüglich der Sprache der Vögel, der Ameisen und der Dämonen , . . 45 D. Die Schrift und die Sprache 46 § 9. Anerkennung des Wissens, das der Mensch ohne l göttliche Mitwirkung erlangen kann 47 § 10. Wie kann der Mensch dies Wissen erreichen ? . 48 § 11. Stellungnahme des Kor,ans mit Bezug auf die Gewißheit der Erkenntnis 48 § 12. Stellungnahme des Korans mit Bezug auf den Ur- sprung der Erkenntnisse 52 § 13. Stellungnahme des Korans mit Bezug auf die Analyse des Gegebenen 55 § 14. Der Hylopsychismus des Korans 58
II. Teil : Beziehungen zwischen Körper und Seele … 61
Anhang : lieber die Auffassung der ontogenetischen Entwicklung im Koran 83
III. Teil : Vorgänge in Beziehung zum Erkennen : Empfin- dung, Gedächtnis, Denken 87 § 1. Empfindungen 87 A. Gesichts empfindungen 88 B. Gehörsempfindungen 91 § 2. Raum- und Zeitauffassung des Korans … 93 § 3. Wahrnehmung 94 § 4. Vorstellungen 97 § 5. Gedächtnis 99 § 6. Denken 100 § 7. Aufmerksamkeit 108 § 8. Einige Aeußerungen über das Bewußtsein . .112 Anhang : Einige Aeußerungen über Wahnsinn und Besessenheit im Koran . . . . . . 113 Einiges über Zauber . 114
IV. Teil : Gefühle 117
§ 1. Gefühle im allgemeinen ,117 § 2. Religiöse Gefühle 147 § 3. Ekstase 158 V. Teil : Willensvorgänge . . . , 173 § 1. Willensvorgänge im allgemeinen 173 § 2. Wille und Allmacht Gottes 178 § 3. Willensfreiheit des Menschen, beschränkt durch Gottes Allmacht 189 VI. Teil : Unsterblichkeit der Seele 213 Zusammenfassung 219 Literatur 231


